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Endodontie

Die Endodontie ist ein Bereich der Zahnheilkunde, welcher sich mit der Erkrankung und der Behandlung der Pulpa (Zahnnerv) befasst. Ziel der Wurzelkanalbehandlung ist die Erhaltung des Zahnes.

Die Pulpa besteht aus Nerven, Blutgefäßen, Bindegewebe und Zellen, die den Zahn ein Leben lang durch die Zahnwurzel bis zur Zahnkrone ernähren und seine Sensibilität für Wärme und Kälte erhalten. Durch diverse Reize kann die Pulpa sich entzünden, was starke Schmerzen verursachen kann.

Mögliche Reizfaktoren, die zur Erkrankung der Pulpa führen können, sind:

Bakterielle Reize, toxische Reize
•    Einbruch der Karies in die Pulpa
•    Tiefe, unbehandelte Karies (Caries profunda, Bakterientoxine gelangen durch die Dentinkanäle in die Pulpa)

Thermische Reize, physikalische Reize, mechanische Reize
•    Präparation einer Kavität, wobei keine genügende Kühlung erfolgt (irreversible Schädigung der Pulpa bei einer intrapulpalen Temperatur von 42.5°C)
•    Übertriebene Trockenlegung der Kavität mit starker Druckluft oder trockenes Exkavieren mit einem permanenten Luftstrom führen zur Dehydration.
•    Große Metallfüllungen
•    Ungenügende Unterfüllung
•    Freiliegende Zahnhälse (Gingivarezessionen)

Chemische Reize
•    Unvorsichtige Säure-Ätz-Technik bei einer Füllungstherapie
•    Der Säureanteil beim Befestigungszement überschreitet die gegebenen Normen (Zink-Phosphat-Zement).
•    Nahrungssäuren bei Rezessionen

Mechanische Reize, traumatische Reize, bakterielle Reize
•    Starke Vibrationen beim Präparieren in niedriger Rotation
•    Schläge oder Stöße (Unfälle) auf den Zahn:
Die Blutzufuhr im apikalen Bereich wird nicht gewährleistet;
vertikale und tiefe horizontale Frakturen und evtl. Eröffnung der Pulpa

Erkrankungen der Pulpa
Die grundsätzlichen Erkrankungsformen der Pulpa sind Pulpitits (reversibel und irreversibel), Pulpanekrose und Gangrän.

Eine unbehandelte Hyperämie, also Mehrdurchblutung der Pulpa, führt fast immer zur irreversiblen Pulpitis. Serum aus den Blutgefäßen gelangen in das Pulpagewebe und verursachen eine sogenannte Pulpitis serosa. Diese dehnt sich von der Zahnkrone bis hin zu den Wurzelspitzen aus (parodontitis apicalis).

Da die Zahnhartsubstanzen ein Anschwellen des entzündeten Gewebes verhindern, kommt es zu einer schmerzhaften Druckeinwirkung auf das umliegende Gewebe. Heftige Schmerzen bei Kälte und Wärme sind hierbei normal.

Bleibt diese Erkrankung unbehandelt, vereitert die Pulpa und infiziert auch die Wurzelspitze. Dieses Stadium der Erkrankung nennt man Pulpitis purulenta. Dabei verspüren die Patienten vor allem starke Schmerzen bei Wärme und der Zahn ist sehr berührungsempfindlich. Kaltes Wasser oder kalte Umschläge können eine Linderung der Schmerzen verschaffen, welche oft auch nachts wahrgenommen werden.

Ist das Pulpagewebe schlussendlich komplett abgestorben, folgt die Pulpanekrose. Hier klingen die Schmerzen teilweise komplett ab und der faulige Zerfall der Pulpa bildet die Pulpagangrän. Bakterien und durch Bakterien produzierte Giftstoffe infiltrieren durch die Öffnung an der Wurzelspitze das umliegende Gewebe.

Schmerzen verspüren die Patienten kaum, einzig ein unangenehmer Mundgeruch, durch die Bakteriengase produziert, ist wahrzunehmen. Von der Abwehrkraft des Körpers und den Eigenschaften der Bakterien hängt es davon ab, ob eine chronische (Granulom, Zyste, Fistel) oder eine akute (Abszess) Entzündung entsteht.

Je nach Immunsystem kann bei einer Verminderung der Abwehrkraft eine chronische Entzündung immer in eine schmerzhafte akute Entzündung übergehen.

Solche unbehandelten Eiterherde sind auch Ursachen für Krankheiten wie Mandelentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, rheumatische Erkrankungen und Entzündungen am Herzen, Nerven und Nieren.
 

Ablauf einer Wurzelkanalbehandlung
Je nach Entzündungsgrad der Pulpa fällt jede Wurzelkanalbehandlung sehr individuell aus. Oft suchen uns auch Patienten mit einer undichten oder nicht genügend abgefüllten Wurzelfüllung auf, welche wir revidieren müssen. Komplikationen wie eine Perferation der Wurzel oder abgebrochene Instrumente müssen von unserem Spezialisten für Endodontie unter dem Mikroskop behandelt werden. Deshalb ist eine gründliche visuelle als auch radiologische Voruntersuchung unumgänglich. Dabei klärt der Spezialist Sie über Erfolgschancen und Behandlungsmöglichkeiten auf und erstellt eine Kostenorientierung.

Bei einer gängigen Pulipitis wird die entzündete Pulpa entfernt, die Kanäle werden durch die NaOCL-Spühlungen von Pulparesten sowie Blutspuren gereinigt und ein Antibiotikum desinfiziert die Wurzelkanäle. Nach ca. einer Woche werden die Wurzelkanäle maschinell erweitert und mit Reciproc® geglättet. Ein basisches Medikament wird in die Kanäle eingebracht, welches unter Umständen in einer weiteren Sitzung erneuert werden muss.

Der Zahn wird bei jedem Behandlungsschritt mittels einer provisorischen Füllung aufgebaut. In der letzten Sitzung erfolgen die Wurzelfüllung sowie die definitive Füllung der Trepenation (Eröffnung) mit Komposit. Wir bieten Ihnen thermoplastische Wurzelfüllungen an. Diese überzeugen mit hervorragenden Eigenschaften wie bakteriendichtem Verschluss der Kanäle sowie den feinen Nebenkanälen, der Unlöslichkeit und keiner Schrumpfung.

6 Monate nach der Wurzelfüllung empfehlen wir, den devitalen Zahn zu Überkronen, um die Bruchgefahr zu minimieren.
 

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Dr.med.(rsmu) Dmitrij Dubinskij
Fachzahnarzt für Oralchirurgie, Implantologe

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