Sichere Zahnimplantate: Kaugummi spürt Entzündungen im Mund auf

Karies ist und bleibt eines der Schreckgespenster im Bereich der Dentalgesundheit.  Ein spezielles Kaugummi sorgt nun für eine schnellere Diagnose.

Wie das Schweizer Fernsehen auf seiner Internetpräsenz vermeldet, gelingt es mit dem Kaugummi innerhalb von nur zwei Minuten gefährliche bakterielle Entzündungen im Mund zu erkennen. Hinter der Entwicklung steht ein internationales Forscherteam.

Von Seiten vieler Experten wurde die Innovation ausdrücklich gelobt. Exemplarisch sei an dieser Stelle Frank Schwarz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie erwähnt, der jedoch auch darauf hinweist, dass noch nicht der ideale Marker für die Erkennung von Karies gefunden wurde. Mit anderen Worten muss noch ein wenig Forschungsarbeit geleistet werden, ehe das Karies-Kaugummi flächendeckend angewendet werden kann.

Hinzu kommt, dass auch die Forscher darauf hinweisen, dass ein Test am Menschen bislang aussteht. Fakt ist jedoch, dass jedes Kaugummi einen Inhaltsstoff enthält, der eine Reaktion auf bestimmte proteinabbauende Enzyme zeigt. Diese Enzyme entstehen nur bei vorhandenen Entzündungen im Mund. Die derzeitige Reaktion, die durch den Kaugummi ausgelöst wird, ist die Ausschüttung von Bitterstoffen.

Im Rahmen der Tests wurde mit dem Speichel von erkrankten sowie gesunden Patienten einer Zahnklinik im italienischen Rimimi geforscht. Das Ergebnis: der Kaugummi leistet deutlich mehr als die bislang verwendeten Teststreifen, versagt allerdings, wenn es sich nur um leichte Zahnfleischentzündungen handelt.

Wichtig ist das neue Diagnoseverfahren auch – oder nach Angaben der Forscher vor allem – für diejenigen Patienten, die bereits Zahnimplantate tragen. Hier können sich nach fünf oder zehn Jahren Bakterien festsetzen und Karies verursachen. Ermangelst Nerven wird die Entzündung jedoch nicht von selbst bemerkt.

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