Chinesischer Roboter sorgt für Zahnimplantate

Dass Zahnimplantate in der heutigen Zeit auch aus dem 3D-Drucker stammen können, ist mittlerweile bekannt. In China wurden nun entsprechende Zähne von einem Roboter implantiert.

Eine „schöne neue Welt“? Nur bedingt, denn noch handelt es sich um einen Prototypen, die vom flächendeckenden Einsatz in einer Zahnarztpraxis weit entfernt ist.  Das geht auch aus einem Artikel bei heise.de hervor, der über die technischen Details berichtet.

Für den Roboter-Zahnarzt zeichnet das Robotikinstitut der Beihang-Universität in Peking verantwortlich und der Test fand in einem nah gelegenen Militärkrankenhaus statt. In einer Operation von rund einer Stunde Dauer wurden ohne menschliche Hilfe zwei Implantate in den Kiefer eingesetzt. Es stand jedoch auch menschliches Personal bereit und hätte im Fall der Fälle sicher eingegriffen.

Man könnte durchaus Kritik an der neuen Behandlungsform üben und in puncto Qualität dürfte die Erfahrung eines menschlichen Kieferchirurgen einen Unterschied machen. In China ist es jedoch so, dass rund 400 Millionen Menschen neuer Zähne bedürfen. Und das ist weder kostenseitig noch logistisch von zu bewerkstelligen, wenn auf herkömmlichem Wege gearbeitet wird.

Ganz ohne Menschen konnte natürlich auch der Roboter nicht arbeiten. Schließlich musste das Programm für den zahnmedizinischen Eingriff geschrieben und individuell angepasst werden. Für den Fall, dass das Beispiel Schule macht, müsste zudem wohl noch an der Akzeptanz gearbeitet werden, denn eine eventuell vorhandene Zahnarztphobie kann eine seelenlose Maschine ganz sicher nicht überwinden helfen.

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