Digitalisierung und die Vorteile in der Zahnmedizin

Steht die Zahnbehandlung wirklich vor einem Wandel? Zugegeben: diese Frage lässt sich nicht im Rahmen eines kurzen Artikels beantworten. Fakt ist aber, dass die Digitalisierung auch nicht vor den Bereichen Zahnimplantate und Zahnmedizin Halt macht.

Die „Sächsische Zeitung“ widmet sich einigen vielversprechenden neuen Ansätzen und schreibt darüber, dass ein Zahnimplantat teilweise in wenigen Minuten, eine Krone in rund eine Stunde gesetzt werden können. Und das ohne Abdruck und vorheriges Provisorium.

Möglich machen sollen dies digitale Instrumente, die zunehmend an die Stelle der alten Analog-Geräten treten. Hierzu existiert schon ein Masterstudiengang, der sich „Klinische Zahn-CAD/CAM“ nennt und neue Wege im Bereich der restaurativen Zahnmedizin einschlägt.

Die Zähne werden dabei mit einer Intraoralkamera eingescannt und dreidimensional dargestellt. Ein 3D-Drucker erstellt in kurzer Zeit ein Modell eines Gebisses, das bis auf 25 Mikrometer genau ist. Fehlende Teile werden ebenfalls via Computer konstruiert und an eine CNC-Fräsmaschine gesendet.

Dort entsteht dann die Krone oder das Implantat: maßgenau und in wenigen Minuten. Zum Erproben existiert das Kunststoffmodell, sodass im Vorfeld bereits feststeht, dass die Krone passt.

Die Vorteile sind vielfältig, denn die neue Zahnmedizin wird schneller, günstiger und weniger unangenehm für die Patienten. Zudem lassen sich Daten weltweit verschicken, sodass auch im Urlaub schnell und einfach Kronen nachgemacht und eingesetzt werden können.

Noch gibt es bei alledem einen Haken: die Geräte kosten rund eineinhalb Millionen Euro und zudem wird eine zusätzliche Qualifikation erfordert. So wird es wohl noch ein paar Jahre dauern, bis Digitalisierung flächendeckend Einzug gehalten hat.  Es ist allerdings auch anzudenken, dass die neue Technik in Zentren angeboten werden, auf die dann mehrere Zahnarztpraxen Zugriff haben.

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