Parodontose wird oftmals zu spät erkannt

Parodontose zählt zu den häufigsten und sicherlich auch gefährlichsten Problemen im Bereich der Zahnmedizin. Dabei ließen sich viele Zahnbehandlungen leicht vermeiden. Und zwar durch Früherkennung.

Die Augsburger Allgemeine bezieht sich auf den Zahnreport der Barmer und schreibt darüber, dass Tausende Menschen in Deutschland Zähne verlieren, weil sie zu spät gehandelt haben.

Statistiken weisen aus, dass bei rund einem Drittel der Behandlungen in Deutschland innerhalb von vier Jahren Zähne verloren gehen. Das entspricht 440.000 Erkrankten.

Immerhin werden rund die Hälfte der erwachsenen Versicherten mindestens alle zwei Jahre auf Parodontitis bzw. Parodontose untersucht. Die Zahl der tatsächlich in die Wege geleiteten Therapien liegt bei runden zwei Prozent bzw. 1,2 Millionen Personen.

Eine gute Nachricht ist der Rückgang der Parodontalerkrankungen in Deutschland. Unter den Erwachsenen im Alter zwischen 35 und 44 Jahren ist deren Zahl gegenüber 2005 um die Hälfte gesunken und auch die Generation 60+ landet nicht mehr so häufig wegen Parodontitis auf den Zahnarztstuhl.

Trotzdem sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland betroffen, wobei es bei 43 Prozent um mittelschwere und bei acht Prozent sogar um schwere Fälle handelt.

Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe sorgen deutlich für Abhilfe und helfen dabei die „Volkskrankheit“ erst gar nicht entstehen zu lassen. Das ist umso wichtiger, als in der Forschung mittlerweile auch enge Zusammenhänge zu anderen Erkrankungen wie Diabetes, Pneumonien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Frühgeburten festgestellt werden.

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