Archäologie: Zahnbehandlungen bereits in der Altsteinzeit

Wer sich heute bei einem Zahnarzt in Berlin einer Wurzelbehandlung bzw. Zahnbehandlung unterzieht, begibt sich in erfahrene Hände. Archäologen haben nun herausgefunden, dass entsprechende Behandlungen bereits in der Altsteinzeit stattfanden.

Vor sage und schreibe 13.000 Jahren fanden demnach die ersten Zahnbehandlungen statt, wobei es bereits seinerzeit um Karies ging. Als einer der Gründe für die neue Notwendigkeit gilt der aufkommende Verzehr von Brot.

Mit anderen Worten war wohl erst der Anbau von Getreide und dessen Weiterverarbeitung für das Entstehen von Zahnproblemen verantwortlich. Die „klebrige Stärke„, wie es der Spiegel formuliert, begünstige Karies und gelegentlich eingebackene kleine Steinchen sorgten ebenfalls für Zahnprobleme.

Entsprechend entstand der Beruf des Zahnarztes wohl schon in der Jungsteinzeit oder – wie der Anthropologe Stefano Benazzi von der Universität Bologna meint – am Ende der Altsteinzeit.

Das bekunden Funde aus der Gegend um Florenz, die rund 13.000 Jahre alt sind. Zu sehen ist eine Modifizierung der so genannte Pulpenhöhle, die durch Ausschaben entstand. Wer will, kann hierin einen Vorläufer des Bohrers sehen, der aber deutlich schmerzhafter gewesen sein muss.

Neben dem Bohren bzw. Schaben wurde auch schon mit Füllungen gearbeitet, die in diesem Fall aus Bitumen bestanden, das später meist durch Bienenwachs ersetzt wurde.

Fest steht aber, dass die Behandlung erfolgreich verlaufen ist und der Patient seine Zähne normal benutzen konnte. Das legen Abnutzungsspuren an der oberen Kante des Bohrlochs nahe.

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